Die Bedeutung von Bulle und Bär
Wenn an der Börse von Bulle und Bär gesprochen wird, sind nicht die Tiere und auch nicht die Plüschtiere gemeint, sondern hier geht es um die aktuelle Kursentwicklungen. Die Begriffe Bulle und Bär existieren an den Börsen seid Mitte des 20. Jahrhunderts. Aber was genau steht hinter diesen Begriffen?
Der Bullenmarkt geht von anhaltenden steigenden Kursen aus und ist optimistisch eingestellt. Beim Bullenmarkt werden Aktien gekauft in der Hoffnung dass es einen Aufschwung geben wird, denn der Bulle steht für steigende Kurse. Bullen gehören allerdings zurzeit eher zu einer zeitgeschichtliche Erscheinung. Der Dax kennt seit März 2000 eher fallende statt steigende Kurse. Es gab seit diesem Zeitpunkt leider nur wenige Momente die an einen Bullen erinnerten. Vor dem März 2000 sah es noch ganz anders an der Börse aus, denn da gab es deutlich mehr steigende Aktienkurse.
Der Bärenmarkt ist genau das Gegenteil vom Bullenmarkt, denn hier wird von anhaltenden sinkenden Kursen ausgegangen, es herrscht eher eine pessimistische Einstellung. Die „Bären“ machen ihr Geld durch Skepsis und Unglauben, sie spekulieren auf fallende Kurse oder sie kaufen Verkaufsoptionen. Der Bär könnte auch als Pleitegeier der Aktienmärkte genannt werden. Leider ist in den letzten Jahren die Stimmung bei der Börse eher negativ, dass heißt der Bärenmarkt überwiegt.
An der Frankfurter Börse gibt es den Bulle und den Bär in Bronze gegossen und beide sind beliebte Fotomotive. Der Bulle befördert den Wert der Aktien nach oben, dies kommt durch die Kampfbewegung die ein Bulle bei einem Kampf mit einem Gegner zeigt, er stößt mit den Hörnern von unten nach oben. Der Bär „prügelt“ die Aktienkurse nach unten und auch dies wird aus der Kampfbewegung eines Bären abgeleitet, denn dieser haut mit der Tatze von oben nach unten.