Negatives Anlagebeispiel

Denkt man an Aktien als Altersvorsorge, so kommt man leider nicht umher, auch die negativen Erfahrungen abzurufen. Besonders in Deutschland hat sich so manch ein Privatanleger sein blaues Auge holen müssen, wenn in Aktien investiert, blind darauf vertraut wurde und zuletzt viel dabei verlor.

Dennoch, Aktien galten schon immer als eine risikoreiche Geldanlage und es ist eigentlich weitestgehend bekannt, dass es immer wieder an der Börse zu Kursschwankungen kommt, welche mitunter fatale Auswirkungen haben können.

So begab es sich, dass die Telekom im Jahr 1996 mit der „Volksaktie“ warb und diese Aktie war zu dieser Zeit für umgerechnet 14,- Euro erhältlich. Sehr viele sahen in dieser Aktie eine gute Altersvorsorge und dies lag nicht nur an dem günstigen Ausgabewert. Nicht zuletzt, weil viel für die „Volksaktie“ geworben wurde. In diese Aktien investierten auch Menschen die mit der Börse mit dahin noch nichts zu tun hatten, sie vertrauten der Telekom.

Leider hielt die Euphorie unter den Aktienkäufern nicht vor, denn bereits im Juni 2002 waren die Aktien noch nicht einmal mehr 14,- Euro wert. Der Wert der „Volksaktie“ sank auf 8,14 Euro. Die Telekom hatte ihre Immobilien in Millionenhöhe wertmäßig nach unten korrigiert und der tiefe Fall der „Volksaktie“ war nicht mehr aufzuhalten. Durch diesen extremen Kursverlust haben die meisten Anleger im Schnitt einen Verlust von 5.000,- Euro erlitten. Noch heute wird gegen die Telekom auf Schadenersatz geklagt. Es wird vermutlich noch einige Jahre dauern bis alle Schadenersatzklagen vor Gericht entschieden werden.

Am Ende bleibt der Weisheit letzter Schluss: Viele der Anleger hatten ihr Geld für die Altersvorsorge in diese Aktien angelegt und mussten dann diesen großen Verlust ersatzlos verdauen. Durch den enormen Verlust der „Volksaktie“ wird deutlich wie groß das Risiko bei der Altersvorsorge in einzelne Aktien sein kann.